Daten lassen sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise strukturieren und zugänglich machen. Im Internet hat sich für die Informationsstruktur eines Webauftritts das Bild von "Seiten" durchgesetzt, die Daten enthalten und in einer baumartigen Struktur organisiert sind.
Neben modernen, oft ungewöhnlichen Entwicklungen, haben sich Ansätze, welche auf der Seiten-Metaphorik beruhen, weit etabliert. Gut beobachten lässt sich das an der häufigen Verwendung von kapitelartigen Textmenüs, Reiternavigationen oder Weiterlinks, die zur nächsten Seite "blättern".
Ziel der Information architecture ist es, erfolgreichen Zugang zu Daten unter Beachtung von Nutzerfreundlichkeit, Effizienz und Suchmaschinen zu gewährleisten. Ein wesentlicher Teil der Information architecture für Webappliaktionen ist deshalb die Strukturierung und Verknüpfung der einzelnen Dokumente und Daten zueinander.
Welche Seiten kommen in die Hauptnavigation, wie viele Ebenen und wie viele Untermenüpunkte gibt es jeweils? Dabei spielen sowohl die syntaktischen, semantischen und pragmatischen Aspekte eine Rolle als auch die Optimierung der Dokumente für Suchmaschinen und der Einsatz einer performanten Datenstruktur.
Studien zu Nutzerverhalten zeigen, dass bestimmte Elemente auf Grund von Erfahrungen an bestimmten Positionen auf der Website erwartet werden. Navigationen werden überdurchschnittlich oft an der linken Seite und die Verlinkung zur Startseite links oben als Logo-Home-Button erwartet. Ähnliches wurde u.a. für Suchmasken, Hilfestellung und Login festgestellt. Informationsarchitekten nutzen solches Wissen für die gelungene Konzeption von Applikationen.
Eine Seite oder ein Website-Dokument ist jeweils in Bereiche gegliedert, die vorrangig Inhalte (eigentliche Texte oder Bilder), Funktionen (Navigation, Formulare, Tools, Werkzeugpaletten, Icons) oder Informationen (zur Bedienung der Applikation, Hilfestellungen, zusätzliche Informationen) abbilden. Diese Bereiche müssen sich syntaktisch von den anderen unterscheiden, damit sie wahrgenommen werden. Der Information architect gibt oft die Positionierung von Elementen vor oder macht semantische Vorschläge für Navigationselemente oder Icons. Damit leistet pingping mit der Informationsarchitektur in der Phase der Konzeption eine wesentliche Vorarbeit für das Screendesign.